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Tavernentratsch

Re: Tavernentratsch

Beitragvon Phoenixpower » 27. Januar 2026, 11:16

Die letzten Tage war ich gar nicht in der Taverne daher hier mal ein Update von mir.

Ich hab aktuell Klausurenphase, daher verbringe ich viel Zeit mit lernen und wenig Zeit mit spielen.

Das Spielen bleibt aber nicht ganz liegen, so haben wir uns am Samstag beispielsweise für eine Runde Blood on the Clocktower zusammengefunden. Ich habe den Spielleiter gemacht (Meine bisherige Erfahrung: Eine Runde vor eineinhalb Jahren). Aber was für ein tolles Social-Deduction-Spiel das ist. Ich will das viel öfters spielen. Mal schauen, wann wir wieder dazu kommen.

Außerdem hab ich mal ausgewertet, was ich so letztes Jahr gespielt habe. Ich schreibe das mit der BGG-App seit fast 2 Jahren mit, auch wenn ich die Tavernenspiele nicht notiere, weil das die zeitliche Statistik kaputt machen würde :lol:
Ohne großen rumgerede, hier mein Jahresrückblick 2025:
IMG-20260127-WA0000.jpg
Dass MtG auf Platz 1 ist, kommt vielleicht für ein paar von euch überraschend, da ich glaube ich nie darüber geredet habe, aber das Spiel habe ich insbesondere im ersten halben Jahr sehr exzessiv gespielt.
Das Ferne Land und das Grundspiel sind eigentlich auf dem gleichen Platz, da hab ich jeweils 18 Partien gespielt gehabt.
Robin Hood ist bei 15 Partien, das hab ich tatsächlicherweise mit meiner Oma durchgespielt (Inklusive Erweiterung und Bonus-Abenteuer).

Als Zukunftsausblick wisst ihr ja zum Teil schon, dass ich noch bis Ende nächster Woche Klausuren habe. Danach werde ich wieder ein TavSp leiten, wahrscheinlich setzen wir dann unsere Serie der Letzten Hoffnung mit L16 fort.
Außerdem muss ich mir dann eine neue Legende für's Ferne Land mit den Trollen überlegen und nebenbei noch Bachelorarbeit schreiben. Wird spannend die nächsten Monate über :roll:

LG Phoenixpower
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Re: Tavernentratsch

Beitragvon Galaphil » 27. Januar 2026, 12:54

Hallo Phoenixpower

Viel Glück weiterhin bei deinen Prüfungen.

Blood on the Clocktower ist definitiv nicht mein Spiel, aber es gibt eine fanatische, fast schon besessene (:lol:) Fanbase, das habe ich mitbekommen.

2025 hab ich anfangs vor allem SI gespielt, das Unbewusste, Everdell, usw.
Im Februar dann 3 Partien vom alten Herr der Ringe Spiel von R. Knizia/Kosmos. Immer noch mein favorisiertes HdR Spiel, weil ich es einfach, thematisch und spannend finde.

Dann hab ich CO2 -2. Chance bekommen und oft gespielt, Ende März, Anfang April dann Meadow (mit Wasserwelten und Abenteuerbuch) und über Ostern Das ferne Land: allerdings hab ich nur eine Legende nicht auf Anhieb geschafft. Das ferne Land finde ich immer noch hervorragend und wenn du es jetzt hast, Phoenixpower, wäre es schön, falls du das hier leiten könntest, da es ja etliche Andori ausgelassen haben - zu Unrecht, mMn.

Ende April kamen die Wundersamen Wesen bei mir an, und dann habe ich vor allem Meadow und Wundersame Wesen gespielt, kurz unterbrochen von einigen Partien Gaia-Project.
Im Juni begann meine Kur, und dort hab ich ja einiges gespielt, auch zwei Tavernenspiele mit Beachsearcher zu Endeavor-Die Tiefsee, aber mein Hauptspiel war Sierra Nevada, Wandern auf dem John Muir Trail.

Juli und August war geprägt von meinem Wiedereinstieg ins Berufsleben, so richtig losgespielt hab ich dann erst wieder ab September, die neuen Verdächtigen, Meadow, Wundersame Wesen, Sierra Nevada, bis dann Ende September Silverfrost bei mir ankam, dass ich hauptsächlich bis Ende November immer am Tisch hatte.
Da kam endlich mein Messetitel an, den ich mir für die SPIEL reserviert hatte, nämlich Fossilium.
Fossilium ist ein richtig gutes Spiel, mechanisch umd thematisch. Ein richtig großes Lob an die Autoren. ABER: Was sich der Verlag gedacht hat bzgl Materialqualität und Materialentscheidungen, richtige Anfängerfehler bezüglich Anleitung und Material, da hab ich heute auf YT von Geekpunkt eine sehr gute Zusammenfassung/Kritik gehört, die alles perfekt zusammenfasst. Fazit: Verlagsseitig glattes Nicht genügend, bitte Nachsitzen, spielerisch ausgezeichnet. Da wünscht man sich eine Neuüberarbeitung, die die ganzen Baustellen fixt.

Liebe Grüße, der alte Galaphil
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Re: Tavernentratsch

Beitragvon Galaphil » 29. Januar 2026, 19:04

Hallo liebe Tavernengäste

Nachdem wir gerade wieder viele Keiler haben, die immer wieder um unsere Taverne herumschleichen und Einlass begehren, möchte ich wieder ein paar schöne Geschichten erzählen:

Wie ihr ja vielleicht schon wisst, ist der kleine Prinz heuer auch auf den Geschmack von Andor Junior, das Brettspiel, gekommen. Die Hörspiele laufen sowieso rauf und runter, und auch die Bücher von unserem lieben Gast Jens sind außerordentlich beliebt geworden, er nimmt jeden Tag eins der Bücher mit in den Kindergarten und 'liest' es dann durch.

Auch ich selbst habe nach den schweren Monaten vor Weihnachten jetzt wieder Zeit zum Spielen gefunden, war es anfangs Silverfrost und Fossilium, von der einen oder anderen Partie Wundersame Wesen oder Sierra Nevada unterbrochen, so sind es in letzter Zeit auch wieder alte Lieblingsspiele, die öfter auf den Tisch gekommen sind: 5 Partien Fest für Odin (und ja, ich hab auch wieder einmal Grönland erobert, obwohl es zugegeben nicht meine Lieblingsinsel ist, da recht teuer und wenig ertragreich (außer die doppelte Einkommensleiste).

Dann hatte ich jetzt auch drei Partien Wasserkraft am Tisch, einmal nur das Grundspiel, zweimal mit der Leeghwater-Erweiterung, aber dem Alpen-Spielplan. Und ja, gerade die erste Partie mit der großen Erweiterung hat mir aufgezeigt, wie schnell man mit einer ganz schlechten Strategie an die Wand fahren kann. Heute dagegen hat die Partie gezeigt, wenn man sich gezielt und gut vorbereitet, kann man auch die ersten beiden Runden keine einzige Energieeinheit produzieren, und in der letzten Runde den Turbo zünden. Das war wieder ganz mein Geschmack.
Was mich eher verwundert hat, dass der deutsche Konzern, der komplett auf die Häuser-Strategie gesetzt hat und dort alles belegt hat, eigentlich von Anfang bis Ende hinterherlief und dann weit abgeschlagen war.

Auch gespielt, dank unserem aktuellen Tavernenspiel und Beachsearcher, zwei mal Endeavor-Die Tiefsee auch im Eigenversuch. Szenario 2, das wir gerade hochhaushoch gewinnen werden, mit 5/7 Zielen, Szenario 3 mit 6/7 Zielen, wobei mir die letzte Krise das erste Ziel zerstört hat, und ich dann völlig verabsäumt hatte die fehlende Scheibe auf Sonar nachzulegen, ich .... :roll:

Was ich auch gespielt habe, dreimal, und wo ich heute noch eine vierte Partie anhängen möchte ist Spirit Island, mit einem Mix aus neuen und alten Elementen. Schauen wir mal, wie es mir heute geht, ich schwanke zwischen schwer (dafür zeit- und verwaltungsintensiv) oder mittel bis leicht und einfacher zu spielen.
Vielleicht probiere ich ja einmal die Flotten aus, das klingt interessant.

Lieben Gruß und bis zum nächsten Mal, Galaphil.
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Re: Tavernentratsch

Beitragvon Galaphil » 30. Januar 2026, 08:54

Kurzer Nachtrag: nachdem ich mehrmals während des Spiels eingeschlafen bin, hab ich gegen 2 Uhr früh abgebrochen: gespielt mit der Unbarmherzigen Sonne, der Stimme des Donners (beide Aspektkarten), den WWG (beide Aspektkarten) und dem Hunger des Ozeans (beide Aspektkarten).

Die Aspekte sind interessant, definitiv anders, ich bin nicht sicher, ob ich den Unterschied bei der Stimme des Donners gut spielbar finde, es macht sie gefühlt frustrierender zu spielen, obwohl es sehr cool klingt.

Angefangen mit den Flottenverbänden gegen Schottland Stufe 3, auf den thematischen Plänen NW, W, E, SE, und es kamen Berge und Dschungel. Speziell Berge war unverteidigbar, ich habe dann, als in Runde 2 Berge und Sümpfe mit Eskalation aufgedeckt wurde, die Flottenverbände wieder rausgenommen und rückabgewickelt, weil ich das innerhalb kürzester Zeit verloren hätte (das erste Wüten hätte 8 Ödnis gebracht, unverteidigbar, und dann zweimal Eskalation auf dem Ostplan, der mit Sumpf und Berge die Hauptlast des Entdeckens getragen hätte).

Das weitere Spiel, ich habe nach den Küstengebiete abgebrochen, weil, wie geschrieben, keine Chance, die Augen offenzuhalten, verlief immer hart an der Grenze zur verödeten Insel, aber als ich endlich die FS2 erreicht habe, konnte ich jede Runde 5, 6 Städte locker zerstören, ich denke also, ich hatte die Schotten im Griff und sage Schottland 3 nach harten Kampf geschafft, mit den Flottenverbänden wäre ich sang und klanglos untergegangen.

Spannend. Schreit doch richtiggehend nach einem Tavernenspiel! :mrgreen:

Lieben Gruß, Galaphil
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Re: Tavernentratsch

Beitragvon Galaphil » 30. Januar 2026, 15:28

So, liebe Tavernengäste
Natürlich hat mir der nächtliche Abbruch nicht geschmeckt und ich hab heute vormittag eine Kurzversion nachgespielt, nur mit Ozean und Donnerstimme, diesmal gegen England Stufe 2 (Schottland ist für den Ozean ziemlich frustrierend, weil es dann eine relativ sinnlose Fähigkeit gibt, das Versammeln von Entdeckern, weil an den Küsten immer gleich Dörfer/Siedlungen ankommen. Und ich habe wieder die Flottenverbände hineingenommen, weil ich das unbedingt ausprobieren wollte. Ach ja, ich hab dieses Mal auf der symbolischen Seite gespielt.

Vorweg: zu zweit deutlich schneller zu Spielen, der Verwaltungsaufwand bei den Flottenverbänden ist doch recht hoch (was vor allem ab der neuen Entdecken-Regel liegt.)

Dann: zu zweit beginnt man mit 5 Ödnis auf der Ödniskarte. Die sind nach dem erstem Mal wüten weg. Ich hab dann noch mal meinen Zug nachgebessert, sonst wäre die Insel in der zweiten Runde verödet. Insbesondere, da ja schon je eine Ödnis auf jeder Insel ist, und einem die Ausbreitung sehr schnell das Genick bricht. Mit nur je 1 Gebiet an der Küste und 3 Gebiete pro Inselteil, die der Ozean nicht erreicht, heisst es sehr gut aufpassen. Dazu kommt, dass sowohl der Ozean als auch die Stmme des Donners vor allem langsame Fähigkeiten haben, also in der 2. Runde in der schnellen Phase kaum noch agieren können.

Hat man aber das erste Wüten überstanden und spielt nicht gegen eine Nation, die den Invasorenstapel verkürzt (also nur einmal beim Entdecken in der 2. Runde eskaliert wird), dann hat man das Schlimmste überstanden.

Ja, man hat durchaus eine Herausforderung, aber der richtig stressige Knackpunkt ist das erste Mal Wüten. Auf der thematischen Karte und mit mehr Inselteilen kann es aber schnell bergab gehen.

Gewonnen hab ich in der 7. Runde, noch vor dem Aufdecken der ersten Stufe 3 Karte, wobei für die Stimme die 2. Starke Fähigkeit, Angriff im Morgengrauen, die Wippe sehr schnell in die richtige Richtung kippen hat lassen. Aber den Angriff wünscht man sich ja immer.

Noch etwas zu den Aspekten: die Untiefen finde ich eine gute Besserung, da die Reichweite jetzt -->1 ist, das war bei den regulären PFs immer das Problem, dass man nach dem Wiederaufnehmen der Karten meist keine Präsenzen mehr in den notwendigen Gebieten hat, da die Rw ja 0 ist.

Alles in allem, ja, es gibt spannende Partien, aber der Verwaltungsaufwand ist tatsächlich deutlich höher.

LG, Galaphil
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